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Mit open source Cloudsoftware eine private Cloud für die Projektarbeit nutzen - Sicher, kostengünstig, einfach

Mit open source Cloudsoftware eine private Cloud für die Projektarbeit nutzen - Sicher, kostengünstig, einfach - Bild 1Viele Anwender in kleinen und mittleren Unternehmen nutzen in der Projektarbeit heute oftmals noch E-Mails, um wechselseitig bearbeitete Dateien hin und her auszutauschen. Gerade bei verteilten Teams die keinen Zugriff via PC, Laptop oder mobilen Endgeräten auf einen zentralen Server oder kollaborativen Webanwendungen nutzen können, ist das häufig festzustellen. Unterschiedliche Versionsstände führen dann häufig zu Problemen bei der Aktualität der Projektdateien. Gemeinsame Projektkalender oder Kontaktverzeichnisse können nicht genutzt werden, das Teilen von Dateien und Ordnern erfolgt über E-Mail oder unsichere Cloud-Dienste wie Dropbox etc.

Einige Unternehmen setzen umfangreichere und leistungsfähigere Anwendungen wie z.B. die Webkollaborationsanwendung Microsoft Sharepoint und/oder online Webdienste wie Microsoft Office 365 mit OneDrive für ihre Projektarbeit ein. Mitarbeiter dieser Unternehmen melden sich direkt über eine verschlüsselte SSL/TSL-Verbdingung bei diesen Diensten an oder verbinden sich über ein VPN (Virtual Private Network) mit ihrem Laptop oder Mobilgerät an einen Unternehmensserver und synchronisieren ihre Dateien, halten ihre Dokumente gemeinsam auf aktuellen Versionsständen und synchronisieren Projektkalender und Kontakte. Solche leistungsfähigen Anwendungen kosten entsprechend Geld und bieten einen hohen Funktionsumfang, der nicht immer von kleinen und mittleren Unternehmen benötigt wird.

Die Nutzung von Cloud-Speichern wie u.a. Dropbox, Google Drive, Microsoft OneDrive, Telekom Cloud, Strato HiDrive, GMX MediaCenter, Web.de Smartdrive, CloudMe und wie sie alle heißen mögen sind heute sehr beliebt. Einfach im Einsatz und oftmals mit bestimmten kostenfreiem Kontingent an Speicherplatz.

Doch die Daten liegen häufig auf ausländischen Servern. Ohne Verschlüsselung können Daten von Fremden (z.B. den Administratoren) beim Server-Betreiber gelesen oder gar verändert werden. Gleiches gilt für Hacker-Angriffe, denen diese Dienste oftmals ausgesetzt sind. Wie häufig so etwas passiert, lesen wir immer öfter in der Presse.

Und was wenn der Zugriff auf Ihre Daten nicht mehr möglich ist, weil der Anbieter seinen Dienst einstellt, insolvent wird oder aus anderen Gründen die Daten nicht mehr zugreifbar für Sie sind (z.B. Wechsel des Providers wird vom aktuellen Anbieter erschwert)?

Die Lösung heißt private Cloud auf deutschem Server mit deutschem Datenschutz und die Daten unter der eigenen Kontrolle. Dabei spielen eigener Webspace, Verfügbarkeit und Kontrolle über die eigenen Daten (auch einfacher Providerwechsel), regelmäßiges Backup durch den Provider ergänzen durch lokales Backup, Feuer- und Diebstahlschutz sowohl physisch als auch elektronisch eine Rolle.

Open Source Cloudsoftware „ownCloud“

ownCloud, aktuell in der Version 8.1.3 (September 2015), ist eine open source Filesync und –sharing Software für Daten auf einem eigenen Server. Benutzer können jederzeit, von überall und jedem Gerät inklusive mobile Endgeräte auf die Projektdateien zugreifen. Zum ersten Mal ist ownCloud 2010 erschienen. Die Cloud-Software ownCloud spricht auch deutsch.

Wird ein entsprechender Client genutzt, dann synchronisiert sich dieser automatisch mit einem vorher angelegten lokalen Verzeichnis auf dem Endgerät. Das hält den Datenbestand konsistent.

ownCloud gibt es in zwei verschiedenen Editionen. Die ownCloud Server-Variante ist kostenfrei. Die kostenpflichtige kommerzielle Variante ownCloud Enterprise Edition mit kommerzieller Lizenz bietet einen erweiterten Funktions- und Supportumfang. Hier sollte man abwägen und prüfen was wirklich gebraucht wird.

Was ist ownCloud? – Ein kurzer Erklärfilm zur kostenpflichtigen ownCloud Enterprise Editon

Sehen Sie hier ein kurzes Video für erste Schritte mit ownCloud. Das Video zeigt exemplarisch u.a. wie Zugriffsrechte für Dateien und Gruppen eingerichtet werden, die Verschlüsselung des Datenbestandes durchgeführt wird und wie Dateien mit anderen geteilt werden können.

ownCloud - Auszug Administration

Funktionsumfang von ownCloud

Der Funktionsumfang von ownCloud bietet einige in der Projektarbeit nützliche Features:

  • Dateiablage in herkömmlichen Verzeichnisstrukturen (auch über WebDAV)
  • Verschlüsselte Einbindung von externen Speichern, zum Beispiel FTP, Dropbox, Amazon S3, WebDAV
  • Verschlüsselung der Daten auf dem Server sowie eine verschlüsselte Übertragung per SSL/TLS (https://...)
  • Synchronisation durch Desktop-Clients
  • Teilen von Dateien und Ordnern mit anderen Benutzern, Gruppen oder über öffentliche URLs
  • Kalender (auch als CalDAV)
  • Aufgabenplaner (To-Do-Listen)
  • Adressbuch (auch als CardDAV)
  • Musikwiedergabe
  • Fotogalerie
  • Betrachter für PDF- und Microsoft-Office-Dateien, Editor für OpenDocument-Dokumente
  • Lesezeichenverwaltung
  • Benutzer-, Gruppen- und Rechteverwaltung (erweiterbar, zum Beispiel zur Authentifizierung mit LDAP)

Quelle: Wikipedia

Lizenz für die Version von ownCloud Server

ownCloud wird unter der AGPLv3 Lizenz zur Verfügung gestellt. Die kommerzielle Nutzung ist offensichtlich zulässig. Werden jedoch Änderungen am source code durchgeführt, ist dieser gemäß der Lizenz zu veröffentlichen.

Kosten

Die Nutzung der ownCloud Server Software ist kostenfrei.

Sicherheit

Verschlüsselung Server-side

Die Möglichkeit Serverseitig über die Aktivierung der Crypto-App auf dem ownCloud Server die Verschlüsselung zu aktivieren schützt die Inhalte vor neugierigen Blicken der Administratoren beim Hoster/Provider. ownCloud verschlüsselt die Dateien dabei mit 256 Bit AES und einem 4096 Bit RSA Schlüssel pro Benutzer, der auf dem Server gespeichert ist.

Die Schlüssel für die Ver- und Entschlüsselung liegen dabei direkt auf dem Server. Vom ownCloud Administrator sollten diese Schlüssel gesichert werden und man muss darauf vertrauen, dass die Schlüssel so sicher wie möglich von ownCloud abgelegt werden.

Verschlüsselung Kommunikation vom Client zum ownCloud Server

Die Kommunikation zwischen Client (z.B. auf dem Laptop, aktueller Client 2.0.1 vom September 2015) und dem onwCloud Server muss grundsätzlich über eine SSL/TLS (https://...)-verschlüsselte Verbindung erfolgen, da die Dateien selbst im Klartext– sofern nicht voher clientseitig bereits verschlüsselt – übertragen werden.

Verschlüsselung Client-side mit Boxcryptor

Die Verschlüsselung findet hier auf den jeweiligen Clients statt. Ein Client nutzt dabei eine Drittanbieter-Software z.B. Boxcryptor (Lizenz für geschäftliche Nutzung ca. 72 €/Jahr, Sept. 2015).

Secomba GmbH ist der deutsche Hersteller der Verschlüsselungssoftware und nutzt die hohen Verschlüsselungsstandards RSA sowie AES256 Advanced Encryption Standard (AES). AES ist zugelassen für Regierungsdokumente der höchsten Geheimhaltungsstufe in den USA und ist heute eine der meist genutzten und sichersten Verschlüsselungsverfahren.

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Wichtig!

Zu beachten gilt, dass immer ein unverschlüsseltes Backup durchgeführt werden sollte, um im Falle eines Verlustes die Daten wieder herzustellen zu können.

Installation von ownCloud

Kleine und mittlere Unternehmen haben häufig einen Provider für das Hosting der eigenen Website. Diese Provider bieten integriert in ihren Webspace-Tarifen für das Website-Hosting oftmals auch Speicherplatz ohne Zusatzkosten an. Weiterer Speicherplatz kann kostenpflichtig zugebucht werden. Darüber hinaus ermöglichen einige Provider ihren Kunden auch die automatische Installation von bereitgestellten Softwarepaketen, so auch ownCloud. Beispielsweise ist All-inkl.com ein Provider, der diese Möglichkeit bietet.

Die Installation von ownCloud auf einem eigenen Server im Unternehmen sollten weniger technikaffine Anwender einem IT-Spezialisten überlassen.

Weiterführende Informationen und download der ownCloud Server Software

www.owncloud.org

www.owncloud.de

https://de.wikipedia.org/wiki/OwnCloud

Betrieb und Sicherheit von ownCloud – Tipps vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, 2015

Welche Anwendungen nutzen Sie für Ihre Projektarbeit lokal und unterwegs? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

 

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